Gerne dürfen wir Ihnen mitteilen, dass IHR LABOR zur Unterstützung der frühen Diagnostik einer Alzheimer-Erkrankung ab sofort die Bestimmung von Phospho-Tau-181 (pTau181) im Blut anbietet.
Phospho-Tau-181 ist ein gut validierter Biomarker, der spezifisch mit Alzheimer-typischen Veränderungen im Gehirn (Amyloid-β-Pathologie) assoziiert ist. Zahlreiche Studien zeigen, dass pTau181 bereits sehr früh im Krankheitsverlauf ansteigt – häufig schon zu einem Zeitpunkt, an dem klinische Symptome mild oder unspezifisch sind. Damit eignet sich der Test insbesondere zum frühen Ausschluss einer Alzheimer-Erkrankung bei Patient*innen mit beginnenden kognitiven Einschränkungen.
KLINISCHE INTERPRETATION:
- Ein erhöhtes pTau181-Ergebnis kann ein Hinweis für das Vorliegen einer Alzheimer-typischen Pathophysiologie sein und bedarf einer unbedingten fachärztlichen Abklärung (z.B. neurologisch, bildgebend oder im Liquor).
- Ein niedriges pTau181-Ergebnis macht eine bestehende Alzheimer-Erkrankung unwahrscheinlich. So kann eine weiterführende, invasive und langdauernde Alzheimer-Abklärung vermieden werden beziehungsweise andere Ursachen für kognitive Beschwerden, wie z.B. eine vaskuläre Demenz, psychische Erkrankungen oder die Parkinson-Erkrankung, gezielter abgeklärt werden.
Der Test dient als diagnostisches Hilfsmittel im frühen Krankheitsstadium unter ärztlicher Betreuung und ist stets im Zusammenhang mit der klinischen Gesamtsituation zu bewerten.
GEEIGNETE EINSATZGEBIETE FÜR DEN PTAU181 TEST:
- Ausschließlich geeignet bei Erwachsenen im Alter von > 55 Jahren
- Bei subjektiven kognitiven Beschwerden (SCD) nach ärztlicher Rücksprache
- Früher ärztlicher Verdacht bzw. Nachweis einer leichten kognitiven Beeinträchtigung (MCI, verminderter Score im Mini-Mental-Status)
- Unterstützung einer frühzeitigen Patient*innenlenkung bzw. Verkürzung von Diagnosepfaden in der Abklärung kognitiver Beschwerden
Wir sind überzeugt, dass die Bestimmung von Phospho-Tau-181 im Blut einen wesentlichen Beitrag für die Alzheimer-Früherkennung und verkürzte Diagnosepfade leisten wird – insbesondere bei Betroffenen mit beginnenden kognitiven Beschwerden.